Hilfe zur Selbsthilfe

Afrika politisch, Afrika geographisch, Tansania und seine Gewässer, die Sinnesorgane, proteinreiche Lebensmittel, der Seeweg von Portugal nach China und das Urinsystem des Menschen – das alles, und noch viel mehr durfte ich in den vergangenen Wochen zur Papier bringen. Oder eben zur Wand.

Aber von Anfang an: mein Abenteuer mit der kleinen (aber feinen) Organisation „Hilfe für Nambala“ begann Ende Oktober 2017 in Berlin.

Ich wusste bereits, dass ich nach Tansania gehen würde und wollte mich nun um ein Visum kümmern. Meine Mutter und ich gingen zur tansanischen Botschaft, die näher nicht hätte sein können, wir beschritten einen ungefähr zehn minütigen Fußweg von unserem Zuhause aus.

In der Botschaft wurde ich entgeistert gefragt, warum ich denn bitte mit Praktikawelten nach Tansania gehe, ich solle mich lieber Mal mit einer anderen Organisation auseinandersetzten, es wurde mir der Link zur Website von Nambala Help gegeben und wärmlichst empfohlen, mir das mal anzugucken. Dann wurde mir noch erklärt, dass das mit dem längeren Visum nicht so einfach sei, von dessen Gegenteil ich ja auch nicht mehr überzeugt wurde.

Ich schrieb also eine Mail an die Organisation, wurde umgehend in das Reisebüro von „Schulz Aktivreise“ eingeladen und traf dort auf Ecki. Einen Tag später befand ich mich im Auto mit Annika und Ecki und wir führen zum alljährlichen Treffen des Projektes nach Leipzig.

Ich wusste zwar noch nicht wirklich viel, aber es war spannend, einfach so ins kalte Wasser zu springen, und so entschied ich mich, meine Zeit bei der Organisation Praktikawelten wesentlich abzukürzen und lieber noch für 3 Monate nach Nambala zu gehen.

Es wurde ein bisschen was organisiert, viel aber auch nicht, und bis zu meiner tatsächlichen Ankunft in Nambala hatte ich nicht wirklich eine Idee von dem, was nun auf mich zukommen würde.

Aber – so wie das in Tansania irgendwie meistens ist – lief im Endeffekt doch alles super und wie am Schnürchen.

Ich wurde am Flughafen noch von Fremden abgeholt, aber schon einen Tag später fühlte ich mich gut aufgehoben und war sehr gespannt, wie nun die Arbeit aussehen würde.

Ich lebe hier im Haus von Anna und Patrick, die quasi meine Gast-Großeltern sind. Mein „Chef“ Baraka ist ihr Sohn, der selber eine Tochter namens Lisa hat und vor einem Monat eine weitere Tochter mit seiner Frau Tamari bekommen hat. Unterwegs bin ich hier meistens mit Barakas Cousin Nehemia, der mir dieses Land und seine Menschen erklärt hat. In dieser afrikanischen Großfamilie lebe ich jetzt und es ist immer wieder ein Abenteuer. Mal drehe ich durch, weil ich seit 6 Stunden auf die Abfahrt zu Ziel XY warte, mal wundere ich mich, wer jetzt schon wieder dieser Fremde ist, der zum Abendessen vorbei gekommen ist. Aber ich genieße dieses Abenteuer und bin sehr dankbar, Tansania wirklich so hautnah kennen lernen zu dürfen.

Zu Beginn meiner Zeit hier bin ich viel mit Nehemia mit dem Fahrrad rumgefahren, zu den verschiedenen Familien, die von dem Projekt unterstützt werden. Sie leben teilweise in den abgelegensten Dörfern in der Umgebung und so umfasste meine Arbeit auch tolle und ausgiebige Fahrradtouren durch die tansanische Landschaft.

Das Projekt unterstützt etwa 90 Patenkinder, die von deutschen Sponsoren unterstützt werden, und um wirklich jedes Patenkind wird sich individuell gekümmert. Sei es neue Kleidung, genug Essen, medizinische Unterstützung oder die Schulausbildung – man möchte jeden bestmöglich helfen, sich selber zu helfen. Und um dies zu erzielen, ist einfach nur Geld reinstecken nicht hilfreich. Deshalb gibt es hier zum Beispiel das „Chicken-Project“, da kriegen die Familien ca 50 Hühner, von denen sie dann tagtäglich die Eier verkaufen können und im Endeffekt auch das Fleisch. So kann man sich selber etwas verdienen, die Organisation hilf also bei der Selbsthilfe.

Und genau aus diesem Grund habe ich das Gefühl, Entwicklungshilfe, ein Thema, welches ja sehr kontrovers ist, funktioniert hier einmal wirklich. Baraka etc. sind sehr stolz auf das, was sie machen, und das können sie auch wirklich sein.

Vor einigen Wochen habe ich dann in der Nambala Primary School angefangen, Plakate für den Unterricht zu malen, es sind etwa 85 zu den verschiedensten Themen entstanden. Außerdem habe ich für ein paar Tage ein Kunstprojekt mit einigen Schülern gemacht, und auch wenn dabei nicht so viel rausgekommen ist war es toll, die Kinder einfach Mal beim rumpanschen mit Pappmaché zu sehen. Leider waren dann Winterferien und ich konnte dieses Projekt nicht weiterführen. Aber um die Plakate kümmerte ich mich weiterhin und die Lehrerinnen waren so dankbar, was mich sehr glücklich gemacht hat. Außerdem hatte ich von meinem „Office“ aus eine tolle Aussicht über die Landschaft, auch das habe ich genossen.

In der letzten Woche war ich in der Nganana Primary School, die von den Naturfreunden renoviert wurde, und habe dort die Wände mit weiteren Dingen für den Unterricht angemalt. Dass hat mir einen solchen Spaß gemacht, dass ich gar nicht gemerkt habe, wie 8 Stunden dahinstrichen.

Vor mir liegt jetzt die letzte Woche Arbeit, denn danach kommt meine Familie und ich kann ihnen endlich mal zeigen, wie es hier so aussieht.

Und obwohl ich traurig bin, dass es bald schon vorbei ist weiß ich, dass es kein Abschied für immer ist, denn ich möchte das Projekt sehr gerne weiterhin auch von Deutschland unterstützen und dann irgendwann auch mal wieder zurück kommen, um den Vorschriften, die Entwicklung, zu sehen.

Jetzt kann ich nur noch wärmstens empfehlen, mal auf der Website vorbei zu gucke:

https://nambala-help.org/

Plakate in der Nambala Primary School

mein Weg zur Arbeit – immer wieder spannend

Nganana Primary School

nicht selten: ein platter Reifen. In Tansania aber kein Problem, egal wie weit man weg ist von allem

Übergabe von Schuluniformen

Hausbesuch

Und noch ein weiteres Projekt: für Familie Unambwe wird ein Haus gebaut

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Kein Sonnenstich with a view

Zurück in Tansania – nachdem ich eine ganze Woche gearbeitet habe, hieß es für mich schon wieder: Urlaub.

Ich weiß, ich sollte jetzt schleunigst mal von meiner Arbeit berichten und in was für einem Projekt ich helfe, aber das kommt dann wirklich im nächsten Beitrag, versprochen!

Zumindest sagte mir mein Chef (und gleichzeitig auch Gastvater) eine Woche nach meiner Rückkehr aus Kenia und Südafrika, es seie ein Trip für mich geplant. Ich müsse ja schließlich so viel wie möglich sehen, solange ich mich in Tansania aufhalte. Ich war erst etwas verwundert, denn ich dachte, jetzt heißt es mal „Ran an die Bouletten“ und arbeiten! Aber einem Tansaner schlägt man ungerne ein Angebot aus (versucht das erstmal!) und so ging es los in Richtung Osten.

Unsere Abreise verzögerte sich erstmal um zwei Tage, da meine Gastmutter eine Tochter zur Welt brachte, dann ging es an einem Sonntag Morgen los. In tansanischer Zeitrechnung ist das nicht der Rede wert, fast pünktlich eigentlich.

Ich reiste zusammen mit meinem Kollegen und „Kaka“ (auf Kiswahili bedeutet das Bruder) zuerst zu seiner Familie, welche in Tanga lebt, dann weiter in die Pari Mountains.

Gefahren sind wir Stunden lang mit dem Fernbus, der durch die Gegend wackelt und tuckert und auch keine Toilette besitzt. Aufgrund des billigen Preises und der unglaublich schönen Landschaft, die an einem vorbei zieht, hat es sich aber auf jeden Fall ausgezahlt.

Die Familie von Nehemia lebt in Tanga in einem süßen Haus, direkt neben einer Kunstblumen-Fabrik, auf die auch alle sehr stolz sind. Ich hatte ein eigenes, riesen Zimmer und ein Himmelbett. Gekocht wurde auch immer gut und reichlich und das Obst war unglaublich. Ich merkte einmal mehr, wie groß Gastfreundschaft hier geschrieben wird.

Die Küste Tanganjikas war ebenso von den Arabern besetzt wie Sansibar, dies merkt man in Tanga sofort. Es war 15 Grad Celsius wärmer als in Arusha und die Stadt ist geprägt von arabischem Flair. Außerdem ist sie sehr großzügig angelegt und erstaunlich sauber, dafür, dass es auch so staubig ist.

Am ersten Tag haben wir uns eine Höhle angeguckt und sind mit dem Fahrrad durch einen Palmen-Jungle gefahren, es war genauso mühsam, wie es sich anhört.

Am nächsten Tag sah ich dann endlich Mal wieder das Meer und hab mich erstmal wie Zuhause gefühlt: die Bucht von Tanga sieht wirklich genau so aus, wie es in Berlin an der Havel oder dem Wannsee aussieht. Mit Segelbooten und Standbars. Das war ein ganz seltsames Gefühl.

Den ganzen Tag verbrachten wir mit schlendern durch die Stadt, essen und den Markt besuchen. Tanga hat mir unglaublich gut gefallen, vor allem, weil es nicht so voll und unübersichtlich ist wie Arusha. Und das sage ich als Berliner Stadtkind.

Am Mittwoch Morgen ging es dann los zum eigentlich Abenteuer: wir fuhren in die Pari-Mountains.

Jeder Mensch aus Tansania gehört zu einem Stamm und so sind eben die Mitglieder meiner Gastfamilie aus dem Stamm der Pari. Meine Familie lebte seit Generationen in einem Dorf in besagtem Gebirge. Die Ahnen haben auch eine tolle Ansammlung von Häusern gebaut für all ihre vielen Nachfolger, doch leider trieb es die Generation meines Gastopas raus und in die große Stadt. So kam es, dass der kleine Ort heute noch 3 Einwohner zählt. In einem der unzähligen lehrstehenden Häusern haben wir für zwei Tage gelebt.

Und man kann sagen, dass das wirklich mitten in der Pampa war. Es gab kaum genügend Strom, um eine Glühbirne zu betreiben, kein fließendes Wasser, Handynetz sowieso nicht und man wurde Tag und Nacht nur von den Tieren beschallt. Zuerst dachte ich „oh Gott, hier gibt es bestimmt alle Insekten, die man sich nicht vorstellen will“, doch schließlich fand ich die Ruhe toll, die von diesem Ort ausging, und ich konnte es trotz panischer Angst vor Krabbelvieh wirklich genießen.

Am Donnerstag machten wir uns nach großem Frühstück auf die Wanderung. Nehemia und ein Ortskindiger vorraus, ich hinterher. Ich trug super-hightec Wanderschuhe, Nehemia Chucks und der Führer schwarze Anzugsschuhe aus Leder. Wahrscheinlich war ich trotzdem im Endeffekt die, die sich am meisten über wunde Füße beschwert hat.

Die Wanderung sollte eigentlich 14 km gehen, es wurden dann 25 km. Wir liefen querfeldein durch die Wildnis und die Aussicht war wirklich unglaublich. Ich konnte leider keine Fotos machen, technische Probleme, aber ich glaube, diese Bilder hätten es auch nicht einfangen können. Meine Begleiter haben sich die ganze Zeit auf Swahili und Pari unterhalten, sodass ich Zeit hatte, die Ruhe zu genießen und mich einfach nur an der Natur satt zu sehen. Die Sonne des Äquators knallte Stunden lang auf unsere Köpfe, ich hatte wirklich Angst vor einem schlimmen Sonnenstich, aber seltsamer Weise passierte nichts der Gleichen. Unglaublich erschöpft kamen wir in das Dorf zurück. Ich habe quasi im Plumpsklo neben dem Feld geduscht und dann gab es ein riesiges Festmahl für die „Sportler“. Total müde bin ich dann um 6 Uhr abends eingeschlafen.

Freitags sind wir mit dem Bus zurück getuckert „in die Heimat“. Ich war körperlich komplett am Ende und mein Kaka und ich konnten kaum gehen, aber es war richtig schön und ich bin total froh, jetzt auch nochmal so etwas vom Land mitbekommen zu haben.

Nun arbeite ich endlich Mal wieder richtig. Aber mehr davon beim nächsten Mal … 😉

Von Süd bis Ost

Nach einem Monat, in dem ich den afrikanischen Kontinent ein kleines bisschen besser kennen lernen durfte befinde ich mich nun auf dem Rückflug nach Tansania, genauer gesagt zum Kilimanjaro Airport.

Nach den ersten zwei Wochen Aufenthalt in Kenia flog ich an einem Mittwoch Morgen los nach Kapstadt, Südafrika. Der Flug war toll, ich bin über Sambia geflogen und habe vom Flugzeug aus die atemberaubenden „Victoria Falls“ gesehen.

Bei der Landung fiel ich dann buchstäblich aus allen Wolken: zum einen auf Grund der Landschaft, die unglaublich schön ist. Berge direkt am Meer, dazwischen flaches Land in grünen, gelben, braunen Farbtönen.

Zum anderen, weil ich dachte, ich hätte gerade auch irgendwo in Europa landen können. Alles sah irgendwie so aus, die Bebauung, eben auch die Landschaft. Das war ganz anders, als das „Afrika“, was ich bisher kennen gelernt habe.

Auf der Fahrt vom Flughafen aus erkannte ich dann aber relativ schnell wieder, woran ich nun gewissermaßen gewöhnt war: die Townships. Im Gegensatz zu dem, was viele denken, sind das keine Slums, sondern das „großartige“ Produkt von Kolonialismus.

Ich verallgemeiner das jetzt Mal und sage es so, wie es auch mir erklärt wurde: die Weißen kamen, blieben und die Schwarzen mussten gehen. Sie wurden aus ihren Wohnorten vertrieben und von der kolonialistischen, neuen Herrschaft umgesiedelt in die Townships.

Bis heute ist das zum großen Teil so geblieben. Es gibt auch in der schwarzen Bevölkerung (welche übrigens die Mehrheit ausmacht, es steht 90 zu 10) eine Mittel- und Oberschicht, dennoch leben „schwarz“ und „weiß“ kaum zusammen.

Die Townships, erinnerten mich wie gesagt direkt an Tansania: Häuser, Autos, kleine Läden und Sandplätze zum Fußball spielen sahen sich trotz der großen Entfernung (ich glaube von Arusha nach Kapstadt sind es 5.000 Kilometer) sehr ähnlich.

Drum herum, im Zentrum der Stadt und in den Sub-Urbs haben sich die Einwanderer eine eigene, europäische Welt aufgebaut. Der Ort, in dem ich lebte, erinnerte mich stark an Dehaan, eine belgische Kleinstadt an der Nordsee. Für mich war das seltsam und auch unerwartet.

Gelebt habe ich bei meiner alten Freundin Zora. Sie macht im Moment ein Auslandsjahr mit Weltwärts in Südafrika und lebt in einer WG mit anderen Freiwilligen, ihr kleiner Vorstadtort heißt Fish Hoek. Die Lage ist toll, in einer Bucht, direkt am Meer, umrandet vom steinigen Bergen und grünen Flächen. Trotzdem ist der Ort eher unscheinbar als hübsch.

Es war toll, jemanden zu treffen, der so etwas ähnliches macht wie man selber. Wir konnten uns von all unseren Gedanken, Sorgen und Freuden erzählen und es war toll zu merken, dass man einander versteht, auch wenn unsere Eindrücke unterschiedlicher nicht sein könnten.

Zum einen liegt das ganz einfach am Land und der Geschichte:

  • Südafrikas Gesellschaft ist zerüttelt, Weiße und Schwarze stehen in ständigem Disput. Da ist es nicht leicht, sich in der ganzen Gesellschaft einzuleben, wenn man selber weiß ist. Es herrscht ein Misstrauen und Rassismus, was schwer zu ertragen ist, wenn man eigentlich Land und Leute kennen lernen will. Aus diesem Grund haben schon viele Mitfreiwillige von Zoras Organisation das Auslandsjahr abgebrochen.
  • Tansania war zwar auch die meiste Zeit eine Kolonie, von den Portugiesen, dem Oman, es war Deutsch-Ostafrika und zu guter Letzt gehörte es zum britischen Gebiet, dennoch hat es das Land auf eine Art nicht so gespalten. Ich denke, dies liegt daran, dass es nicht diese Umsiedlung gab und auch nicht so viele Menschen aus Europa eingewandert sind. Das Straßenbild ist geprägt durch die Einwohner, die schon seit hunderten von Jahren diesen Fleck Erde bewohnen. Außerdem haben sich alle Tansaner zusammen gegen die Kolonialherren aufgelehnt und es wurde Unabhängigkeit erreicht, was ein Land ja auch verbindet. Als Weiße bin ich Ausländerin und gehöre nicht wirklich dazu, aber ich bin kein Feindbild und wurde bis jetzt immer nur mit unglaublich offenen Armen empfangen.

Dann die Wohnsituation:

  • Zora lebt in einer WG, zusammen mit einer anderen Freiwilligen. Die Wohnung ist in einer Gated Community, eigentlich direkt am Stand. Es lautet das Motto „klein aber fein“. Man kocht sich selber sein tägliches Mahl, hat sogar Anteile an einem Auto und allgemein führen die Freiwilligen dort eben ein ziemlich normales Leben. So, wie man es vielleicht auch in Deutschland führen könnte.
  • Ich wohne hier bei einer Gastfamilie, bin also erstmal einfach die ganze Zeit eine Art Gast. Zwar habe ich mich schon soweit eingelebt, dass ich mich hier sehr wohl und mittlerweile wie ein Teil der Familie fühle, dennoch wird bei mir immer eine Abhängigkeit bestehen. Es ist aber toll, „Land und Leute“ wirklich so nah kennen zu lernen und Dinge zu sehen, die kein normaler Touri zu Gesicht bekommen würde.

Und natürlich der Job:

  • Zora arbeitet als Hilfslehrerin in einem Kindergarten.
  • Ich mache Hausbesuche bei Familien, die von deutschen Paten unterstützt werden und gucke, ob das Geld ankommt und wie man zum Beispiel den weiteren Bildungsweg gestalten soll.

So ungefähr sehen unsere verschiedenen „Alltäge“ aus, ich hoffe ich habe es jetzt treffend und richtig beschrieben.

Ich bin sehr froh, einen Einblick in das Leben von einem Freiwilligen, mit anderen Gegebenheiten, in einem anderen Land, bekommen zu haben.

Mir haben diese vergangenen Wochen unglaublich gut getan. Mit Zora habe ich über Kolonialismus und seine Folgen, Entwicklungshilfe und den Umgang mit der Kolonial Geschichte diskutiert.

Uns ist nämlich zum Beispiel aufgefallen, dass wir als Deutsche kaum etwas darüber wissen, dass auch Deutschland Mal eine große und grausame Kolonialmacht war. Wir hatten in diesem Fall eine große Bildungslücke, die erst langsam geschlossen wird. Und wir waren sogar beide im Geschichts LK.

Vieles hat mich in Südafrika sehr nachdenklich gemacht, aber die Schönheit dieses Landes hat mich auf der anderen Seite auch durchweg begeistert. Wir sind viel mit dem Auto rumgefahren, über Pässe auf hohen Bergen, direkt über dem rauschenden Ozean. Oder über Landstraßen zwischen riesigen Weinfeldern.

Die Sonne hat die meiste Zeit geschienen, was die Landschaft natürlich noch schöner wirken ließ, aber ein großes Problem für die Region darstellt.

In Kapstadt herrscht gerade eine akute Wasserkrise. Da es in den letzten Jahren nicht genug Niederschlag gab und nicht an Wasser gespart wurde, muss die Bevölkerung jetzt kürzer treten und man soll mit bestenfalls 30 Litern Wasser pro Tag auskommen, damit der „Day Zero“, also der Tag, an dem alle Wasserreserven aufgebraucht sind, möglichst weit nach hinten verschoben oder sogar verhindert werden kann.

Ich habe mir die Situation aber weit aus schlimmer vorgestellt, eigentlich ist Wasser sparen nämlich gar nicht so schwer. Eben kürzer duschen und Wasser nicht zu lange laufen lassen. Außerdem wird man auf jeder öffentlichen Toilette darauf hingewiesen, doch bitte nur im Notfall abzuspülen.

Zu guter Letzt will ich noch den Kaffee erwähnen. Wir waren nämlich gefühlt jeden Tag mindestens einmal, gerne auch öfter, Kaffe trinken. Und das geht in der kapstädter Region auch wirklich gut: es gibt unzählige hübsche, meist auch sehr alternative Cafés, in denen man extrem guten Kaffee für maximal 1,50€ kriegt. Und den Cappuccino gibt es sogar mit Sojamilch.

Ich sage asante sana für diesen tollen Monat und freue mich nun auf die kommenden Drei in dem schönen Tansania.

„Mein erstes Mal“

Erste Male erlebe ich hier am laufenden Bande.

An einem Tag vor ca 3 Wochen habe ich meine erste eigene Kakerlake aus meinem Schlafzimmer beseitigt und am nächsten Tag bin ich mit einen Motorrad-Taxi durch die Gegend gesaust (was man übrigens nicht versäumen sollte, wenn man mal hierher kommt – den Wind in den Haaren zu spüren und Tansania „einzuatmen“ ist für mich irgendwie ein Gefühl von totaler Freiheit. Ist aber auch nicht ganz ungefährlich, denn man fährt ungeschützt, viel befahrene Straßen sollten also vermieden werden).

Hier habe ich auch zum ersten mal geröstete Heuschrecken gegessen und zu Beginn meiner Reise begann ich damit, meine Wäsche mit den Händen in großen Schüsseln zu waschen, so, wie es vielleicht meine Oma noch gemacht hat. Mittlerweile habe ich meine Wäsche schon so oft selber gewaschen, dass ich wunde Finger habe und Blasen auf meinen Händen.

Was ich damit sagen will ist, dass der Mensch zwar ein Gewohnheitstier ist, wenn er sich aber mal aus seiner Komfortzone traut, funktioniert das Anpassen erstaunlich schnell.

Der Affe, welcher sich durch die Bäume an der Straße angelt, hat mich am Anfang noch überrascht, mittlerweile bemerke ich ihn nur noch aus dem Augenwinkel. Aber das meine ich keinen Falls negativ, ich finde es eher toll, wie man sich an Situationen gewöhnt und an allem, was passiert, wächst.

In Nairobi wurde ich von einem guten Freund besucht, wir haben zusammen die Stadt erkundet, vor der vom Auswärtigen Amt schärfstens gewarnt wird ( Wirklich – ich habe es mir durchgelesen und es klang, als würde man bis aufs Hemd ausgeraubt werden, sobald man aus dem Flugzeug steigt). Obwohl seine Eltern etc. meinen Freund davon abhalten wollten, hat er es sich zugetraut und wir hatten eine tolle Zeit in dieser afrikanischen Großstadt.

Gleich zu Beginn der Zeit in Nairobi haben wir zwei Franzosen und einen Omani kennengelernt, die uns in die „Szene“ eingeführt haben, über die wir etliche andere Ausländer aus aller Welt kennen gelernt haben, die es nach Kenia verschlagen hat. Manche zum arbeiten, andere einfach nur zum chillen. Egal woher sie kamen, ob aus China, Israel oder Brasilien, alle hatten für mich eins gemein: Die Ausstrahlung und Gelassenheit die sie besaßen, haben die meisten von uns da drüben, aus der „schönen, neuen Welt“, normalerweise nicht.

Wenn mal was nicht klappt, dann klappt es nicht. Wenn wir warten müssen, dann warten wir eben, trinken halt noch ein Glas Wein. Wenn der Strom ausfällt, kann man erst weiter arbeiten, wenn es wieder Strom gibt. Wenn man das Land verlassen muss, weil sein Visum abgelaufen ist, kommt man eben wieder, sobald es wieder geht.

Diese Gelassenheit habe ich sogar nach ein paar Tagen in den Augen von meinem Freund gesehen. Und das fand ich irgendwie so cool. Wenn der Mensch, der gestresste Europäer, aber auch jeder sonst, sich öffnet und „erste Male“ erlebt, führt das zu einer guten Sache und man versteht sich selber auch mit jeder Erfahrung besser, kommt sich selbst näher.

Und warum soll man sich auch stressen, „dieses Leben ist doch viel zu schön und was morgen kommt weiß ich eh nicht“ (Zitat von irgendjemandem, den ich hier getroffen habe).

Um das ganze noch extra philosophisch zu beenden, kommt hier noch ein Zitat:

Wird’s besser, wird’s schlechter, doch seien wir ehrlich: Leben ist immer lebensgefährlich. – Erich Kästner

Ein verwirrter Gedankenanstoß

Das folgende ist ein Eintrag aus meinem Tagebuch, ungeordnet und vieles habe ich hier noch nicht erklärt, aber das kommt noch.

So viel vorweg: nach Sansibar bin ich aufs Festland von Tansania gereist und helfe dort jetzt im Projekt „Nambala Help“, besuche Familien, die vom deutschen Paten unterstützt werden und lebe in einer Gastfamilie. Dazu werde ich bald viel ausführlicher schreiben.

Nach fast 90 Tagen muss ich Tansania auf bestimmte Zeit verlassen, um dann erneut einreisen zu können.

13.04.2018

Es ist so viel passiert in letzter Zeit und ich kann es gerade irgendwie überhaupt nicht ordnen in meinem Kopf.

In dem einen Moment bin ich noch in Tansania, lebe bei einer Gastfamilie auf dem Land, wirklich mitten in der Pampa, dann steige ich ins Flugzeug, sehe den Sonnenaufgang über dem Kilimanjaro, und nicht mal eine Stunde später reise ich in Kenia ein und befinde mich mitten in einer 5 Millionen Stadt, Nairobi.

Das Nambala Help Projekt hat mir gezeigt, wie einfach die Verhältnisse sein können und dies in keinem Falle heißt, dass es den Menschen schlechter geht. – Dies ist eine Sache, die zwar jeder „weiß“, aber ich habe das Gefühl, es jetzt erst zu verstehen, beziehungsweise mich langsam ran zu tasten. Ich war in verschieden Haushälten, die auch verschiedene Wohlstände hatten. Den meisten ging es sehr gut, die Kinder gehen zu Schule und die Eltern haben eine mehr oder weniger sicheres Einkommen. Das war toll und wichtig zu sehen.

Eine Familie hat mich aber total berührt, sie war wirklich sehr arm, Mutter und Kind leiden beide an AIDS und die anderen beiden Kinder sehen müde und schon mit 14 so aus, als hätten sie bereits zu viel durchmachen müssen. Die älteste Tochter, 19 Jahre, prostituiert sich, um Geld für die Familie zu verdienen. Unter ihren Kleid trug sie etwas, was einem Babybauch sehr nahe kam. Der Vater hat die Familie längst verlasse und die können nicht einmal das Geld für die Miete aufbringen, die umgerechnet 9€ pro Monat beträgt.

So etwas zu sehen stimmt einen Nachdenklich und man fängt an, viele gesellschaftliche Strukturen zu hinterfragen.

Als ich nach Afrika gekommen bin, dachte ich nicht, dass es diese große „Erleuchtung“ wirklich gibt, von der man immer hört. Und ich würde es auch nicht Erleuchtung nennen, sondern vielleicht eher Klarheit.

Was wir uns alles leisten können, ist ein unglaubliches Privileg und ich hoffe inständig, dass wir uns darüber bewusster werden und die Deutschen anfangen, die Strukturen, wie Krankenversicherungen und Sozialhilfe, mehr wert zu schätzen und vielleicht damit beginnen, so dankbar zu werden wie die Menschen hier, wenn ihnen jemand hilft, sei es der Staat, eine Organisation oder auch nur die Tante oder der ältere Bruder, der Nachbar.

Damit möchte ich nicht sagen, dass bei uns alles glatt läuft und es keine Probleme gibt oder es hier von den Menschen nicht auch eine Erwartungshaltung gibt, die man meistens nicht erfüllen kann. Aber die meisten Menschen in Deutschland können zumindest abends in ein Bett steigen, in dem es nicht von Krankheit übertragenden Insekten wimmelt. (Und natürlich auch hier: das ist nicht immer so, man kann das Leben hier genauso wenig pauschalisieren wie in Deutschland, Europa oder dem Westen. Es gibt genug Menschen, die sich bis nach ganz oben hochgearbeitet haben und ebenso eine Mittelschicht. Dennoch ist sie Schere zwischen Arm und Reich einfach sehr weit gespreizt.)

Es ist nur ein kleiner Denkanstoß und ich weiß ja nicht einmal, ob ich das dauerhaft für mich ändern kann, aber vielleicht bekomme ich ja wenigstens eine Art von Bewusstsein dadurch.

Jetzt gerade bin ich in einer Stadt, in der Slums und der westliche Standart nebeneinander liegen. „Man“ lebt in Gated Communities und kauft in Supermärkten zu deutschen Preisen ein, während eine Straße weiter ein Mensch auf dem Bürgersteig liegt, zu erschöpft um noch zu betteln.

Das alles erzeugt ein riesiges Chaos in meinem Kopf, das ich hoffe, bald ordnen zu können.

Wenn es soweit ist, werde ich eine weise Frau sein.

Aber bis dahin dauert es mit Sicherheit noch 1000e von Eindrücken.

Ich freu mich auf diese unendliche Reise.

Pole Pole in Africa

Frei nach dem Motto „Pole Pole in Africa“ oder auch „Hakuna matata“, zu deutsch in etwa „immer langsam, allet chillig“, starte ich meinen Blog über meine Erfahrungen, die ich in Tansania mache, 81 Tage nach meiner Ankunft.

Aber jetzt erstmal von Anfang an: am 10.01.2018 bin ich vom Flughafen Berlin Tegel aus gestartet. Unter Tränen flog ich los und dann über Amsterdam und Nairobi nach Sansibar, einer wirklich paradiesischen Insel im indischen Ozean, kurz vor der Küste Tansanias.

Wie ich darauf gekommen bin? Keine Ahnung. Nach dem Abi hab ich erstmal das Leben genossen, es war auch wirklich allet schicki, aber dann musste was anderes her! Eigentlich wollte ich immer eher nach Asien, aber als ich dann angefangen habe, mich im Netz zu informieren, sagte mir Afrika und insbesondere Tansania irgendwie zu und so entschied ich mich für zwei verschiedene Projekte in besagtem Lande.

Das erste Projekt ist mittlerweile vorbei, denn auf Sansibar war ich insgesamt „nur“ 10 Wochen.

Aber nun der Reihe nach: in (oder auf , bin mir da bis jetzt nicht ganz sicher) Sansibar wollte ich in einer Grundschule arbeiten und war dort mit der deutschen Organisation Praktikawelten. Ich habe mit mal 4, mal 7 anderen Mädchen in einem Haus gelebt und bin auch mit vielen von ihnen zusammen arbeiten gegangen.

Auch wenn die Konstellation der Hausbewohner nicht immer einfach war, fand ich es toll, einfach so mit Leuten zusammen geworfen zu werden, die zwar ungefähr das gleiche wollen, unterschiedlicher aber nicht sein könnten. Mal gab es jemanden, der einem schon nach einem Tag ‚auf den Sack ging‘, und dann gab es die, die auf eine neue Art und Weise zu meinen Brüdern wurden, mit denen man alles teilen konnte und wollte.

Obwohl ich zum Arbeiten hergekommen war, war dies eher nebensächlich. Dies lag an zwei wesentlichen Punkten:

1) „Entwicklungshilfe“ ist schwer, wenn entweder gar keine Hilfe gebraucht, oder sie schlichtweg nicht angenommen wird. In der Privatschule (!!) auf Sansibar war ersteres der Fall. Ob wir nun im Unterricht daneben saßen oder nicht, machte keinen großen Unterschied.

2) Irgendwie wollte das Arbeitsamt, oder wer auch immer, von Sansibar nicht so richtig, dass wir arbeiten… Erstmal muss man sich für viel Geld ein „buisness visa“ holen, und dann soll man gleich nochmal das Doppelte drauf zahlen, um dann wirklich arbeiten zu können. Und dass man für das Geld keine Quittung erwarten kann, muss man eben akzeptieren. Zumindest sagten wir von Beginn an, wir wollen die herrschenden Korruption nicht unterstützen, was dann aber zur Folge hatte, dass wir nach 6 Wochen den Hahn zugedreht bekommen haben und nicht mehr arbeiten durfen. Uns wurde sogar mit dem Gericht und Gefängnis „gedroht“.

Trotzdem war schon die kurze Zeit, die wir in der Schule verbracht haben, echt schön. Die Lehrer waren extrem interessiert an uns, denn sie wissen sehr wenig über das Leben außerhalb Tansanias, die meisten von ihnen haben noch nicht einmal Sansibar verlassen. Dadurch kamen so seltsame Gespräche zustande, wie: „das sind übrigens Ameisen, habt ihr sowas auch bei euch?“, „Gibt es bei euch auch verschiedene Stämme?“ Oder auch „gibt es bei euch Menschen, die krank sind?“. Wie verzerrt das Bild über unsere „Firstworld“ ist, war mir davor nie so extrem klar.

Und auch die Kinder waren sehr froh, dass wir da waren und wollten alle immer die meiste Aufmerksamkeit von einem haben. Ich glaube, sie haben sich einfach gefreut, dass Mal jemand Späße mit ihnen macht oder man zusammen Fangen spielen konnte.

Also durften wir nur 6 von 10 Wochen arbeiten, wobei ich sogar nur 5 gearbeitet habe, weil ich dann noch richtig schön krank wurde (und eine Erkältung bei 32 Grad Celsius ist nicht schön), aber da wir wussten, dass wir eh nicht so sehr dolle gebraucht wurden, konnten wir uns eine tolle, urlaubsähnliche Zeit machen.

Stonetown, die Hauptstadt von Sansibar, lag 20 min von uns aus mit dem Daladala entfernt und dort verbrachten wir auch die meiste Zeit in dem echt total schönen Forodani Garden.

Gelebt haben wir in einem sehr schönen, für deutsche Verhältnisse natürlich einfachem Haus in Chukwani, einem kleinen Örtchen, in das sich kein Touri jemals verirrte. Aber wen bitte kümmert es, dass man nur kalt duschen kann und ein Campingkocher wesentlich die Küche darstellt, wenn es im Februar draußen über 30 Grad hat und die Sonne scheint?

Zum Daladala: die örtlichen Busse in Tansania sind weniger echte Busse und mehr einfach ein Lader, auf den hinten zwei Bänke drauf geschraubt sind. Man steigt ein und aus, wann und wo man will und bezahlt 300 Shilling, umgerechnet 0,11€.

Viele meiner lieblings Erinnerungen von Sansibar passierten im Daladala, unter anderem gab es einen Fahrer, der immer beim Aussteigen zu uns „Ladies, this is Africa!“ gesagt hat. Oder als ich nach einer Stunde Yoga (und auch der einzigen) total vernebelt im Daladala saß und die ganze Zeit kichern musste, ohne dass etwas witziges passiert war. Meinen Kolleginnen ging es ähnlich und die ‚locals‘ fingen an, sich zu fragen, was mit diesen seltsamen Weißen da nur los sei.

„Mzungu“ ist übrigens das suahelische Wort für „Weißer“ und es wird hier wirklich nicht spärlich benutzt.

Außerdem schön war, als wir zwei Stunden lang zusammengequetscht an die Nordspitze der Insel gefahren sind. Nacheinander waren wir kurz vor dem Kollabieren, weil die Luft so extrem staubig und stickig war und man mit (zumindest gefühlt) 8 Menschen auf einem Quadratmeter saß. Danach konnten wir kaum noch laufen, aber witzig war es trotzdem.

Was kann ich sonst noch berichten? Wir hatten zwei Securitymänner und einen Taxifahrer, alle nur ein paar Jahre älter als wir, mit denen wir uns sehr gut verstanden haben und die uns auch die „Partyszene“ von Stonetown zeigten. Mit der Musik habe ich mich zwar sehr schwer getan, weil diese seltsame Reaggy und African Beats plus synthetisiert wie sonst was nicht so richtig mein Ding war, trotzdem waren die Abende immer witzig. Und ich bin jetzt Augenzeuge, dass die Afrikaner das twerken und alles was dazu gehört tatsächlich um einiges besser können als die Deutschen oder Europäer. Irgendwann wurden wir, man kennt sich schließlich in Stonetown, so groß ist es ja nicht, die Komba-Family genannt. Komba ist Swahili und bedeutet Bushbaby. Und Bushbabys sind affenähnliche Tiere, die Nachtaktiv sind und die ganze Nacht lang seltsame Geräusche von sich geben, die wie ein Lachen klingen. Na dann…!

Es gibt noch tausend andere Dinge, die ich erzählen könnte aus den vergangenen 11 EINHALB Wochen, aber detaillierter wird es wohl erst ab jetzt.

Soviel aber noch: ich fühle mich hier sehr wohl, was nicht zuletzt an der unglaublich offenen und herzlichen Mentalität der Tansaner liegt. Man ist hier gerne Gastgeber und freut sich umso mehr, wenn man sagt, dass die Ananas hier doch besser schmeckt als das, was wir da in Deutschland kriegen. Es wird zwar in den meisten Fällen auch eine Gegenleistung erwartet, aber trotzdem teilt man hier bis zum Schluss, auch wenn man eh schon wenig hat.

Nun befinde ich mich auf dem tansanischen Festland und was hier so alles los ist, berichte ich in den folgenden Blogposts.

(Ich habe zwar in der Schule immer wieder Blogeinträge schreiben müssen, aber zum einen fand ich das damals total bescheuert und zum anderen dachte ich, ich werde eh nie einen Blog schreiben. Tja nun sind wa hier… Problem ist aber, dass ich nicht mehr weiß, wie man einen Eintrag schließe, also:)

Tschüssi und bis danni